AFRICA …

Africa“ heißt der Roman an dem ich schreibe. Eine Liebesgeschichte zweier Frauen. Ich lasse sie Cate erzählen.

Melissa ist neunzehn Jahre alt, ihre Urahnen kommen aus Afrika, sie aber war selbst noch nie dort. Sie lernt die zehn Jahre ältere Cate in einem Club kennen, just an dem Tag, als diese mit ihrem Mann Schluss gemacht hat. Für Cate, wird sich durch die Begegnung mit Melissa ihr Leben gewaltig verändern, denn die dunkelhäutige, junge Schönheit ist sehr offensiv; was sie sich in den Kopf setzt, will sie auch kriegen – und sie will Cate, will sie dominieren, nicht um sie zu besitzen, sondern um mit ihr Grenzen zu überwinden. Der Eingang zum Herzen, zur Seele, zum Verstand, überhaupt zu allem Sein, so Melissas feste Überzeugung, liege in der Erotik. Wir sind nicht aus dem Paradies vertrieben worden, weil wir von dem Baum der Erkenntnis genascht haben – so Melissa – sondern wir werden gehindert, dorthin zu kommen, weil wir in den Apfel, den uns die Weiblichkeit in der Person von Eva hingehalten, nie gebissen haben. Der Weg zum Paradies, das in jedem von uns steckt, sei, der Verführung nachzugeben.

Cate lässt sich verführen und erlebt mit ihr eine Liebe, von der sie nie glaubte, dass so etwas existieren je könnte. Cate packt ihre Sachen zusammen und zieht zu Melissa. Zusammen erleben sie eine Zeit im Rausch ihrer Gefühle zueinander und Melissas Wohnung wird zu einem paradiesähnlichen Ort. Das allerdings geht nur solange gut, wie Melissas Vater ihre Tochter finanziell unterstützt. Eines Tages tritt die bittere Botschaft ein: die Firma des Vaters musste Konkurs anmelden, Melissas Vater ist pleite und kann weder die Tochter noch ihre teure Wohnung weiter finanzieren – die Unterkunft der beiden muss geräumt werden. Was also tun? Melissa verfügt über keinerlei Einkünfte, Cate lebt nur von dem wenigen Geld ihres Stipendiums. Einige Zeit versuchen beide die Situation zu ignorieren, vernichten Rechnungen, Mahnungen und bezahlen keine Miete mehr. Das Unheil rückt näher, das Liebesnest der beiden ist bedroht; eine Entscheidung muss gefällt werden. Melissa lehnt es kategorisch ab, arbeiten zu gehen; sie will die kostbare Zeit, die sie mit ihrer Geliebten verbringt, nicht mit inhaltslosen Jobs eintauschen. Auch will sie nicht, so wie Cate es vorschlägt, in Cate’s kleine Wohnung umziehen. Melissa meint, es müsse immer nach vorne gehen und niemals zurück. Da kommt ihr die Idee:

Was glaubst du wie alt mein Onkel ist?“, fragte Melissa mich.

Ich weiß nicht, wenn es dein Onkel ist, kann er noch nicht so alt sein …“

Ach du. Er ist doch nicht mein Onkel im eigentlichen Sinne. Er ist der Onkel vom Onkel vom Onkel …“

Also dann ist er schon älter“.

Ja natürlich ist er älter, wenn er der Onkel von mehreren Onkeln ist. Also was glaubst du, wie alt ist er?“

Dazu müsste ich wissen, wie alt die anderen Onkel sind“.

Meine Güte Cate, du bist wie eine Mathe-Leherin. Woher soll ich wissen, wie alt die alle sind, weder kenne ich sie, noch interessieren sie mich.“

Woher soll ich ohne Anhaltspunkte wissen, wie alt dein Onkel ist?“

Du verdirbst mir noch die ganze Geschichte mit deiner Genauigkeit. Musst du alles so penibel unter die Lupe nehmen? Ich hab ihn nur ‚Onkel‘ genannt, weil ich seinen Namen nicht kenne. Cate, schätze jetzt einfach wie alt er ist?“

Ok. Fünfundsechzig“, erdachte ich mir eine Zahl.

Fünfundsechzig?! Wie kommst du darauf?“

Ich hab’s mir ausgedacht.“

Warum sollte ich dir eine Geschichte eines Fünfundsechzigjährigen erzählen, das wäre total banal.“

Verdammt Melissa, sag mir einfach wie alt er war.“

Wieso ‚war‘? Er lebt noch.“

Melissa! Wie alt ist er?“

Hundertsiebenundzwanzig!“, strahlte sie mich triumphierend an.

Ja, wow! Und was war denn nun mit diesem alten Mann, der in einer Strohhütte wohnt und nicht dein Onkel ist?“

Hab ich vergessen!“

Was?“

Melissa will nach Afrika, den „Onkel“ finden, der vor seiner Hütte irgendwo am Wasser sitzt. Was für ein Gewässer soll es sein, welcher Ort und auch welcher Mann? Melissa weiß es selbst nicht, aber sie ist sich sicher, sie wird ihn antreffen.

Natürlich erscheint es Cate absurd, einen 127-jährigen Mann, von dem niemand weiß, ob er lebt, zu suchen, um von ihm die Erkenntnis über das Leben zu erfahren. Doch schließlich lässt sie sich überreden, besser: lässt sich von ihrer Geliebten verführen und willigt ein, mit auf die Reise zu kommen.

Eine Party wird veranstaltet, auf der, bis auf wenige Dinge, all ihr Hab und Gut verkauft werden. Der Verkauf ist ein voller Erfolg und aus dem Erlös kaufen sich Melissa und Cate einen alten Ford Bus, bauen ihn zu einem Wohnmobil aus. Die Reise kann beginnen.

Das ist die Vorgeschichte.

Mittlerweile ist die Geschichte auf Seite 311 angelangt. Viel ist passiert und jetzt, wo diese Worte hier niederschreiben werden, sind Melissa und Cate auf dem Weg von Frankreich hin zur spanischen Grenze. Manchmal müssen sie länger an Orten verweilen, weil der Autor nicht gut drauf ist, Geldverdienen muss, oder für wenig Geld bestochen wird als Ghostwriter eine beknackte Vampir-Geschichte zu schreiben. Aber er will die beiden Mädels nicht alleine lassen, sie haben nicht einmal die Hälfte ihrer Strecke zurückgelegt. Es ist dem Schreiber egal, ob das Buch jemals veröffentlicht wird, jetzt geht es nur darum Cate und Melissa von Erlebnis zu Erlebnis, von Ort zu Ort voranzutreiben. Er ist die Energie, mit der sich die Welt in dieser Geschichte dreht.

Selbst, wenn es draußen kalt und der Himmel verdunkelt ist, der Autor muss den Motor ihres Autos immer neu anschmeißen, er muss der Realität absagen, alleine in seinem Zimmer sitzen und schreiben und schreiben und schreiben …

Welch schöner Wahnsinn!

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Flucht ist alle Hoffnung …

Monatelanger grauer Himmel, Pfützen liegen auf dem Boden, Nieselregen, kahl die Bäume, wie abgestorben, Regenschirme, Autos halten, Scheibenwischer, dicke Jacken, ernste Gesichter. Doch die Ordnung geht weiter, so als sei es normal, werden in dicken Neopren-Jacken Einkauftüten in schrillen, bunten Farben in schützende Häuser getragen.

Nach mehreren Alpträumen schrecke ich hoch, mein Körper ist mit Schweiß bedeckt, feucht das Laken und die Decke, eile ich zur Toilette. Zum Glück, ich bin allein und blass wie vom Mond beschien, betrachtet mich grimmig, mit zerzausten Haaren eine Fratze, ich schrecke zusammen; es ist mein Spiegelbild. Eine Grippewelle hat mich erfasst. Fröstelnd, hustend und zitternd, noch vor dem Beckenrand stehend, wird mir neblig bewusst, dass dies hier der falsche Ort für mich sein muss. Zurück wankend und mich ins Alptraumbett legend, reden fiebrig die Gedanken mit tausenden Stimmen, reden wirr und durcheinander lassen mich nicht zur Ruhe kommen. Wartend auf etwas Helligkeit, die die Dämonen vielleicht verdrängt, rotiere ich im Bett umher – ich bin ein Feind der Winterwelt. So sehr ich mich auch anstrenge, ich kann dem Norden von toten Ästen und einfallslosen Bauten, keine Melancholie entnehmen. Es ist wie ein feuchtes Grab, indem sich wie Würmer lauter Konsumenten bewegen.

FLUCHT – schießt es mir durch dunkle Gefühle, erhellt für Sekunden meinen virenkranken Körper. SONNE soll mich durchdringen, all die kranken Säfte zum Verdunsten und die Samen zum Blühen bringen. Bejahend werden sollen all die Gedanken, das Blau von Meer und Himmel soll mich reinigen. Nicht hoffen will ich mehr, sondern mitten in der Hoffnung leben.

Neun Uhr morgens ist es geworden, Türen knallen, Automotoren brummen, fahles Licht scheint durchs Fenster und ich hab einen Plan. Ich drehe mich zur Seite, die Stimmen werden leiser, verstummen und zurück verbleibt im Ohr ein Summen. Erlösende Müdigkeit kommt auf und mit einem Fluchtplan im Herzen ich schlafe endlich ein.

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Liebeskraft

Auf einmal ist es Liebe und nichts erscheint mächtiger und wahrhaftiger als diese Wunde.

Dann ist es, als sei es eine Bestimmung und keinen anderen Grund gäbe es, als nur diesen, wofür man geboren wurde.

Dann ist es, als habe schon vor langer Zeit, eine unbekannte Hand es in den Himmel geschrieben und man hätte nur suchen müssen, das Zeichen zu finden.

Dann spürt man die Kraft, die keinen Namen hat und weiß doch, es ist die gleiche, die das ganze Universum zusammenhält.

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Freue mich auf Reviews …

Wirklich! Schreibt was darüber, auch wenn es nur wenige Worte sind. Ich will es wissen! Nicht nur das: Rezensionen helfen auch beim Verkauf ;). Helfen unabhängig zu bleiben! 

Demnächst werde ich das Ebook für einen Tag umsonst reinstellen – auch wenn doch 2,99 für über 130 Seiten nicht zuviel sind. Ich werde Bescheid geben.

Also: ich bin auf eure Meinung gespannt! Hier gehts lang: SERENA

Facebook…. willkommen im 21. Jahrhundert

Lustig: folgende Nachricht bekam ich von Facebook. Ich wollte dort eine Werbung schalten mit diesem Bild. FB scheint gar nichts peinlich zu sein. Ich hab mich jedenfalls köstlich amüsiert. Aber seht selbst:

  • Das Bild deiner Werbeanzeige verstößt gegen unsere Werberichtlinien. Bilder dürfen nicht übermäßig sexuell sein, Nacktheit oder zu viel Haut bzw. Dekolleté zeigen oder unnötigerweise auf Körperteile konzentriert sein. Bevor du deine Werbeanzeige erneut einreichst, rufe bitte unseren Hilfebereich unter folgendem Link auf: ……….
  • dom_kiss

Oh MEIN Gott …

„Gott“: ein schöner Begriff, man sollte ihn alleine für sich gebrauchen. Wenn ich mein Gott sage, dann meine ich es auch so – es gibt ihn nur für mich. Ich will nicht deinen, nicht euren Gott, ich will nur meinen, er gehört mir ganz allein.

Ich glaube nicht an das, was andere mir prophezeien, ich bastele mir alles so zurecht, wie es mir am angenehmsten erscheint. Ich erziehe mir meinen Gott, mitunter verschmelze ich mich mit ihm – ähnlich wie in der Liebe.

Oh mein Gott! Milliarden, Trilliarden von Göttern um mich herum, jeder ist sein eigener – welch ein Chaos. Ich liebe es: die Verworrenheit, das Unbestimmte. Auf dem Unbekannten entstehen die schönsten Schlösser.

Wenn ich den Stern am Himmel stehen sehe, fülle ich mich göttlich – dann ist der Stern geschaffen für mich und ich für ihn. Wenn die Sonnenstrahlen mich durchfluten, dann sind wir eins: die Sonne und ich – wir sind die Welt um die sich alles dreht.

Oh mein Gott: Ich bin so groß – bin all das, was ich sehe. Göttlich sind wir alle. Und wer sagt, dass wir je sterben könnten, niemand hat dafür einen Beweis  erbracht. Was kümmert der Tod, wo wir uns im Leben befinden – Zukunft ist eine böse Illusion.

Das grüne Kissen – Werdet Nomaden Vol.2

„Sie gehört uns wieder
Wer? Die Ewigkeit
Das Meer, das mit
Der Sonne kreist.“ (Rimbaud)

SIE heißt soviel wie „Sieg“ und liegt mit dem Kopf auf dem grünen Kissen, ausgestreckt auf der schwarzen Ledercouch. Wir bilden eine Karawane – das Zimmer ist die Wüste, die Gedanken sind Kamele, auf denen wir den weißen, heißen Sand durchreiten.
Tiefe Spuren hinterlassen unsere Geschichte, doch wenn wir zurück blicken sind die Abdrücke längst verweht.
Werden wir uns wiederfinden?
Verwirrung – wir finden nicht den Anfang und nicht das Ende.
SIE sagt: lass uns kein Bäumchen pflanzen, drückt mir ihre heißen Lippen auf meinen Mund.
Die Sonne umkreist uns und nicht wir die Sonne. Die Karawane zieht unbeirrt davon.

Nur der Sesshafte ist immer Opfer.

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SEREEEENA !!!! Sie ist zum Leben erwacht!

Wow. Mein Herz schlägt höher. Das Ebook steht jetzt bei Amazon zum Kauf bereit. Für Timo und Serena fängt das Leben jetzt an. Nie ist die Realität genug – Geschichten braucht die Welt. Hier könnt ihr euch das Buch anschauen:

Serena – Gefangen im Netz der Leidenschaft

„Serena – Gefangen im Netz der Leidenschaft“ – kurzer Inhalt

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— „Ich will deinen Orgasmus kontrollieren, über deinen Körper Besitz ergreifen. Ich will, dass du spürst, wenn meine Hände in dich eindringen, wenn sie dein Herz umgreifen. Ich will all deine Gedanken auf mich lenken, aus dir einen anderen Menschen erschaffen …“, sagte sie. —

Nach dem Tod der Mutter hat Timo nur eins im Sinn: Aus der Enge der Stadt seiner Kindheit zu entfliehen.
Er verkauft all sein Hab und Gut und begibt sich auf den Weg, einen besseren Ort und eine neue Zukunft zu finden. Er glaubt, damit über den Tod der Mutter hinwegzukommen.
Auf der Suche nach einer Unterkunft in einer anderen Stadt, stößt er auf Serena, die einen Mitbewohner sucht. Noch weiß er nicht, welch Verhängnis diese Begegnung mit sich bringen wird.

Serena, ist  eine jugendliche Frau mit Charme und Intellekt, ausstaffiert mit weiblichen Reizen. Für sie ist das Leben ein Spiel. Ihrer Meinung nach haben alle Ideologien und Religionen, entsprungen aus einem männlichen Wahn, versagt. Eine sinnliche und vor allem eine feminine Sensibilität müsse die kalte Maskulinität ersetzen. Die weibliche Kraft sei viel abgründiger und intensiver. – mit ihr erst könne das Chaos der Welt begriffen werden. Nichts sei wahrhaftiger als die Liebe und die sexuellen Triebe, alles andere seien nur Worte – Lügen und Absichtserklärungen. Der Mensch könne sich – so Serena – nur durch die Kraft der Weiblichkeit zum Besseren verändern.
Nach und nach gerät Timo, der eigentlich aus der Enge entkommen wollte, in die Netze Serenas Willens. Betört von ihren Reizen und ihren Ideen begibt er sich in ihre Hände, bis sie ihn schließlich dominiert und ihn sexuell abhängig von ihr macht. Er schwebt zwischen Himmel und Hölle weiß nicht, ob sein aphrodisierendes Gefängnis eine Knechtschaft oder letztlich eine Befreiung ist.

»Serena«- ist eine erotische Liebesgeschichte über weibliche Dominanz.
Das Märchen spielt in einer Zeit, wo die Sexualität noch zur Ware verkommen ist – wo Religionen, Kriege, Hunger und Gewalt Ausdruck einer nach wie vor unterentwickelten Kultur ist.
»Serena« – ist eine explizit sexuelle Erzählung. Triebhaft! Lehrreich? Wer weiß? Vielleicht befreiend. Eine Ich – Erzählung.

Bald ist es soweit!

Morgen kommt die Inhaltsangabe. Jetzt kann ich nicht mehr. Und dann ab zu Amazon (und später zu anderen Plattformen). Ich halte euch auf den Laufenden. Goodnight. Buonanotte. Gute Nacht.

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Ewig weiblich …?

„Macht? Wieso Macht?“, empörte Serena sich.

„Magst du das Wort nicht?“, erstaunte ich mich, „ausgerechnet du, wo du doch …“

„Nein, ich mag diesen Begriff nicht“, unterbrach sie mich. „Jede Weiblichkeit, und sei sie noch so hässlich, trägt Sinnlichkeit in sich. Wenn viele Frauen diese Eigenschaft verloren haben, so doch, weil sie zu wenig das sein wollen, was sie sind. Ewig weiblich müssten sie sein – bis ins hohe Alter. Das aber, mein Lieber, hat nichts mit Macht zu tun, sondern mit Selbstwertgefühl. Die Frau ist nicht mächtig, sondern eigentlich in ihrem Wesen verführerisch. Sie verführt zu etwas Besseren, sie ist der Gegenpol zu abgestumpften Sinnen.“

„Sie verführt zum Besseren?“, fragte ich, ich konnte nicht verstehen, was sie damit meinte.

„Sie erzieht den Mann!“, schrie sie fast schon aus, sodass Heidi noch aufmerksamer unserem Dialog lauschte.

aus: „Serena- Gefangen im Netz der Leidenschaft“

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Und wenn die Welt daran zerbricht …

Serena, sie hatte mich mit ihren zierlichen Händen ergriffen, spielend wie ein Mädchen gefangen genommen, sie trug mich in ihrem jugendlichen Leichtsinn unsichtbar davon, wie eine Herrscherin, und es war ihr nicht wichtig, ob ich oder selbst die ganze Welt daran zerbrechen würde. Spielen wollte sie, mit allem, was ihr zur Verfügung stand.

aus „Serena“

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Gesang der Sirene …

Schön siehst du aus“, durchbrach sie die Stille und grinste mich frech an.

Es verunsicherte mich noch mehr, denn ihr Unterton klang ironisch. Ich stand vor ihr, nur mit diesem Handtuch um meine Hüften bedeckt, sie dagegen war gekleidet wie eine Dame, es machte mich vor ihr irgendwie kleiner. Noch ehe ich überlegen konnte, wie ich am geschicktesten in mein Zimmer käme, um mir etwas überzuziehen, nahm sie sich meine Hand und forderte mich auf, mit ihr zu kommen.

aus: „Serena-Gefangen im Netz der Leidenschaft“
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… dass all das Sein was Körperliches ist

Neu erschaffen, aber nicht neu als Frau, sondern neu als Mann, als ein neuer Mensch überhaupt, stand ich wie vor einem Wunder namens Frau. Sündige Leidenschaft tobte in mir, ich konnte an nichts anderes mehr denken, in meinem Unterleib brodelte unaufhörlich ein Lavasee, der jede Region meines Körpers erfasste und auch mein Bewusstsein und mein Denken neu definierte. Ich wachte auf mit diesem brennenden Empfinden, es begleitete mich den ganzen Tag hindurch und ich schlief damit ein, in sehnsuchtsvoller, freudiger Erwartung des nächsten Tages (…)

aus: „Serena – Gefangen im Netz der Leidenschaft“Isaim_Lozano-19

„Weil es Dich gibt !“

Ich schreibe für Dich – Irgendwo: Fern einer Heimat, sitzend am Rande des Regenbogens, darüber gespannt, der blaue gottverlassene Himmel und einem Albatros gleich, tragen Lüfte die Gedanken, die Schatten über Landstriche werfen, Nebelschwaden über Felder entzweien und aus dem sonnendurchtränkten Blau, wie Vogelscharen niederstürzen.

Für Dich: Aus Sonnenstrahlen und weichem Atem, ein Gewand webend, goldglänzend, das die Seele als Kleid, stolz wie eine Dame trägt.

Ich schreibe für Dich! Aus der Welt heraus und schwebend, zwischen Himmelreich und Verderben, die Lippen des Erden-Mundes küssend, kauernd zwischen Wölfen, liegend zwischen stacheligen Rosen im Garten Eden und mit glänzenden Augen stehend, zwischen leuchtenden, kotzenden Vulkanen.

Ich denk an Dich: Nachts in Bars, die wie glitzernde Sterne funkeln, mich in erregender Sünde locken, an Tresen, wo im dicken Rauch Freunde sich umarmen, Wörter sich neu erfinden und der Rausch und die Lust neue Geschichten bringen.

Für Dich in der Einsamkeit: Getrennt von Freunden und Kontinenten, umgeben von wilden, unüberwindbaren Gewässern, an Orten, die keine Satelliten kennen, zwischen verlassenen Ruinen, bröckelnden Fassaden, auf heißem Boden unter dem die Lava brennt; ja, irgendwo, unter einem violetten Firmament, wo keine Schreie, keine Laute zu vernehmen sind – dort spitze ich die Feder, senke den Kopf, schreibe nieder, was der Geist sich erdenkt, erschaffe Monstren, Tiere, Menschen, Leiber, die es noch nicht gibt, erschaffe Leben, bin ich Gott nur für Dich, graviere alles auf das kleine Pergament, falte es mit der Schrift zu einem Schiffchen, lege es auf das tosende Meer, in schwächlicher Hoffnung, es würde an das Ufer treiben, wo Du versunken in Gedanken stehst, es entdeckst und es nehmen würdest, es entfaltest und es liest.

So bin ich also jener, dieser Autor, nicht mehr und auch nicht weniger, kommend von irgendwo und ungefähr und sollte die Frage kommen, warum ich schreibe, so kann ich die frohe und stolze Antwort erteilen: Ich schreibe, weil es Dich gibt!

– Kadee Mazoni

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Albert Edward Sterner (1863-1946) – Kiss of the Angel, 1914

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Ich hab geträumt …

Ich hab geträumt, der Winter wär‘ vorbei
Du warst hier – und wir war’n frei
Und die Morgensonne schien
Es gab keine Angst und nichts zu verlieren
Es war Friede bei den Menschen und unter den Tieren
Das war das Paradies

Ton, Steine, Scherben

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Sappho geht zu Bett

Sappho geht zu Bett. Ein Ereignis, welches über Tausende Jahre nicht an Bedeutung verloren hat. Sie geht zu Bett … Charles Gleyre hielt dieses Schauspiel 1867 in diesem Gemälde fest.

Sappho – eine antike griechische Dichterin, sie schrieb über die erotische Liebe. Geboren zwischen 630 und 612 vor Chr. und gestorben um 570 vor Chr. lebte auf der Insel Lesbos, wo sie eine Schar junger Mädchen um sich herum versammelte, die sie in Tanz und musischen Dingen unterrichtete.

Sappho: Es gibt einiges über sie zu berichten, z.B., dass sie sich beiden Geschlechtern zuwandte und sich zum Schluss über die unerwiderte Liebe zu dem Jüngling Phaon vom Felsen stürzte.

Doch nur dies soll uns berauschen, eben dass sie zu Bett geht und dass wir in diesem Bild es nie vergessen werden – nicht vergessen über all die Jahre, so, als sei dies bedeutender noch, als all die anderen Geschehnisse, wichtiger noch als all die Schlachten, die in dieser langen Zeit geschahen.

Sappho geht zu Bett – eine weibliche Macht, die leise und heimlich uns treibt und bezwingt.

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Ergeben …

„Die Männer, die mit den Frauen am besten auskommen, sind dieselben, die auch wissen, wie man ohne sie auskommt.“

Charles Baudelaire

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Kiss me …

„Den Kopf in den Rachen des Löwen zu stecken, ist auch nicht gefährlicher, als ihn von einer Frau streicheln zu lassen“

(D.H. Lawrence)

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Frühling in Neapel

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SERNA Book Cover

Hier ein vorläufiges Cover für das E-Book „Serena“. Es wird im März oder April erscheinen. Mehr dazu später. Cu

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Cara Delevingne … gibt Tips

I love your ass for bad or worse

I love your ass for bad or worse
I love your nasty way you curse
When you sit down, it’s wild how you sit
Grind your heel in the ground, the groovy way you spit

Amor …

„Neu erschaffen, aber nicht neu als Frau, sondern neu als Mann, als ein neuer Mensch überhaupt, stand ich wie vor einem Wunder namens Frau. Sündige Leidenschaft tobte in mir, ich konnte an nichts anderes mehr denken, in meinem Unterleib tobte ein Lavasee, der jede Region meines Körpers erfasste und auch mein Bewusstsein und mein Denken neu definierte.“

aus „Serena“. Erscheinung:  April 2015

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Heiliger Eros

„Die innere Erfahrung mit der Erotik verlangt von dem, der sie macht, eine nicht weniger große Sensibilität für die Angst, die das Verbot begründet, wie für das Verlangen, das zu seiner Übertretung führt.“

George Bataille aus: „Der heilige Eros“

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Wahrheit liegt in der Leidenschaft

„Und nun sag, was du wirklich begehrst. Was dein Körper spricht, ist die Wahrheit“entscheide_mazoni

Und ewig lockt die Sirene

Das Wasser rauscht‘, das Wasser schwoll,
Netzt‘ ihm den nackten Fuß;
Sein Herz wuchs ihm so sehnsuchtsvoll
Wie bei der Liebsten Gruß.
Sie sprach zu ihm, sie sang zu ihm;
Da war’s um ihn geschehn;
Halb zog sie ihn, halb sank er hin
Und ward nicht mehr gesehn.

Goethe 1779

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Devotion …

A gentleman holds my hand. A man pulls my hair. A soulmate will do both.

(Alessandra Torre)

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My analyst warned me …

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Andererseits, und das war die Gefahr, die ich erkannte: wenn ich mich der Schönheit der Weiblichkeit ergeben würde, was bliebe dann noch von mir übrig?

Doch ich konnte gar nicht mehr anders, die Sucht hatte mich gepackt, die Tür, die Serena mir geöffnet hatte, durch die war ich schon viel zu weit gegangen und es war mir egal, mich in meinem Verlangen zu verlieren.

aus: „Serena“ – ein Roman. Erscheinung: April 2015

Der Himmel weit geöffnet …

Und der Himmel“, fragte ich sie, „ist er für dich auch so geöffnet, wie auf diesem Bild?“

Sie erkannte worauf ich anspielen wollte und für einen kurzen Moment hörte sie auf, auf dem Kaugummi umherzukauen, so als fühlte sie sich von mir, ihrem Rivalen, ertappt. Doch schließlich gewann sie die Fassung wieder, kaute weiter, machte mit dem Gummi eine riesige Blase, die aus ihrem Mund heraus ragte, ließ sie vor meinen Augen platzen und antwortete mir: „Ja, der Himmel ist geöffneter als je zuvor“, sie nahm mich fest in Augenschein, ihre dunklen Augen blitzten mich giftig an, „je größer die Sehnsucht ist, desto weiter öffnet er sich.“

aus „Serena“ – ein Roman. Erscheinung: April 2015

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Oh yes very, very dangerous …

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You are my heroin …

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„Serena” – ein Roman

Wie ein Virus hatte mich das Weibliche ergriffen und meinen Körper und mein Denken infiziert. Es war mir, als hätte man mich in ein Wunderland entführt, einem Land voller Brüste, Vaginas und bezaubernden Gesichtern.

( aus “Serena” – ein Roman – Erscheinung: Feb. 2015)

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Ergeben …

„Hast du Angst vorm Tod?“, fragte sie und  umklammerte meinen Hals mit einem festen Griff.

„Wie sollte ich Angst davor haben, wenn du ihn mir bringst“, erwiderte ich ihren Würgegriff, legte meinen Kopf zurück, bot ihr meine Kehle an, wie ein Tier, das sich im Kampf ergibt.

( aus “Serena” – ein Roman – Erscheinung: Feb. 2015)

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Paradiesisch …

Die Welt ist wie ein Orgasmus, sie will leben, sie will stöhnen vor lauter Lust“, sagte sie und durchdrang mich mit ihren blauen Augen …

( aus “Serena“ – ein Roman – Erscheinung: Feb.2015)

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Im Netz gefangen

… sie hatte mich mit ihren zierlichen Händen ergriffen, spielend, wie ein Mädchen gefangen genommen, sie trug mich in ihrem jugendlichen Leichtsinn davon, wie eine Herrscherin, und es war ihr egal, ob ich oder selbst die ganze Welt daran zerbrechen würde.

(aus: „Serena“-ein Roman. Erscheinung: Feb. 2015)

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Serena

Und deswegen muss die Frau den Mann in seiner Tiefe erfassen, sie muss aus ihm etwas machen, das sie selber von Natur aus in sich trägt. Sie muss den Eros aus seinen dunklen Kammern nach oben holen, damit er lernt sie zu verstehen. 

… die Welt ist wie eine Frau, voller Chaos, voller schöner Gefühle – der Mann vertraut zu sehr auf seinen Verstand und kann deswegen die Frau und die Welt nicht verstehen.

Serena – aus „Serena – ein Roman“ (Erscheinung: Feb.2015)

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