I love Marla Singer …

„You know, the condom is the glass slipper of our generation. You slip it on when you meet a stranger. You dance all night then you throw it away. The condom, I mean. Not the stranger.“(Marla Singer – „Fight Club“)

Mein Herz so weiß

Das, so finde ich, ist ein wunderbares Intro. Ich mag lange Sätze, weil sie einem den Atem rauben und ich weiß, wie schwer es ist, solche Sätze zusammenzuhalten. Javier Marias ist ein Meister der neuen Literatur. 
„Ich wollte es nicht wissen, aber ich habe erfahren, daß eines der Mädchen, als es kein Mädchen mehr war, kurz nach der Rückkehr von der Hochzeitsreise das Badezimmer betrat, sich vor den Spiegel stellte, die Bluse aufknöpfte, den Büstenhalter auszog und mit der Mündung der Pistole ihres eigenen Vaters, der sich mit einem Teil der Familie und drei Gästen im Eßzimmer befand, ihr Herz suchte. Als der Knall ertönte, etwa fünf Minuten, nachdem das Mädchen den Tisch verlassen hatte, stand der Vater nicht sofort auf, sondern verharrte ein paar Sekunden lang wie gelähmt mit vollem Mund und wagte nicht zu kauen noch zu schlucken und noch weniger, den Bissen auf den Teller zurückzuspucken; und als er sich endlich erhob und zum Badezimmer lief, sahen jene, die ihm folgten, wie er, als er den blutüberströmten Körper seiner Tochter entdeckte und die Hände an den Kopf hob, den Bissen Fleisch im Mund hin und her bewegte.“

  

Gesang der Sirene …

Schön siehst du aus“, durchbrach sie die Stille und grinste mich frech an.

Es verunsicherte mich noch mehr, denn ihr Unterton klang ironisch. Ich stand vor ihr, nur mit diesem Handtuch um meine Hüften bedeckt, sie dagegen war gekleidet wie eine Dame, es machte mich vor ihr irgendwie kleiner. Noch ehe ich überlegen konnte, wie ich am geschicktesten in mein Zimmer käme, um mir etwas überzuziehen, nahm sie sich meine Hand und forderte mich auf, mit ihr zu kommen.

aus: „Serena-Gefangen im Netz der Leidenschaft“
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Sappho geht zu Bett

Sappho geht zu Bett. Ein Ereignis, welches über Tausende Jahre nicht an Bedeutung verloren hat. Sie geht zu Bett … Charles Gleyre hielt dieses Schauspiel 1867 in diesem Gemälde fest.

Sappho – eine antike griechische Dichterin, sie schrieb über die erotische Liebe. Geboren zwischen 630 und 612 vor Chr. und gestorben um 570 vor Chr. lebte auf der Insel Lesbos, wo sie eine Schar junger Mädchen um sich herum versammelte, die sie in Tanz und musischen Dingen unterrichtete.

Sappho: Es gibt einiges über sie zu berichten, z.B., dass sie sich beiden Geschlechtern zuwandte und sich zum Schluss über die unerwiderte Liebe zu dem Jüngling Phaon vom Felsen stürzte.

Doch nur dies soll uns berauschen, eben dass sie zu Bett geht und dass wir in diesem Bild es nie vergessen werden – nicht vergessen über all die Jahre, so, als sei dies bedeutender noch, als all die anderen Geschehnisse, wichtiger noch als all die Schlachten, die in dieser langen Zeit geschahen.

Sappho geht zu Bett – eine weibliche Macht, die leise und heimlich uns treibt und bezwingt.

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Ergeben …

„Die Männer, die mit den Frauen am besten auskommen, sind dieselben, die auch wissen, wie man ohne sie auskommt.“

Charles Baudelaire

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SERNA Book Cover

Hier ein vorläufiges Cover für das E-Book „Serena“. Es wird im März oder April erscheinen. Mehr dazu später. Cu

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My analyst warned me …

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Andererseits, und das war die Gefahr, die ich erkannte: wenn ich mich der Schönheit der Weiblichkeit ergeben würde, was bliebe dann noch von mir übrig?

Doch ich konnte gar nicht mehr anders, die Sucht hatte mich gepackt, die Tür, die Serena mir geöffnet hatte, durch die war ich schon viel zu weit gegangen und es war mir egal, mich in meinem Verlangen zu verlieren.

aus: „Serena“ – ein Roman. Erscheinung: April 2015

Der Himmel weit geöffnet …

Und der Himmel“, fragte ich sie, „ist er für dich auch so geöffnet, wie auf diesem Bild?“

Sie erkannte worauf ich anspielen wollte und für einen kurzen Moment hörte sie auf, auf dem Kaugummi umherzukauen, so als fühlte sie sich von mir, ihrem Rivalen, ertappt. Doch schließlich gewann sie die Fassung wieder, kaute weiter, machte mit dem Gummi eine riesige Blase, die aus ihrem Mund heraus ragte, ließ sie vor meinen Augen platzen und antwortete mir: „Ja, der Himmel ist geöffneter als je zuvor“, sie nahm mich fest in Augenschein, ihre dunklen Augen blitzten mich giftig an, „je größer die Sehnsucht ist, desto weiter öffnet er sich.“

aus „Serena“ – ein Roman. Erscheinung: April 2015

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“Baby,“ I said, „I’m a genius but nobody knows it but me.” (Bukowski)

“Baby,“ I said, „I’m a genius but nobody knows it but me.” Bukowski

You are my heroin …

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Ergeben …

„Hast du Angst vorm Tod?“, fragte sie und  umklammerte meinen Hals mit einem festen Griff.

„Wie sollte ich Angst davor haben, wenn du ihn mir bringst“, erwiderte ich ihren Würgegriff, legte meinen Kopf zurück, bot ihr meine Kehle an, wie ein Tier, das sich im Kampf ergibt.

( aus “Serena” – ein Roman – Erscheinung: Feb. 2015)

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Paradiesisch …

Die Welt ist wie ein Orgasmus, sie will leben, sie will stöhnen vor lauter Lust“, sagte sie und durchdrang mich mit ihren blauen Augen …

( aus “Serena“ – ein Roman – Erscheinung: Feb.2015)

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Im Netz gefangen

… sie hatte mich mit ihren zierlichen Händen ergriffen, spielend, wie ein Mädchen gefangen genommen, sie trug mich in ihrem jugendlichen Leichtsinn davon, wie eine Herrscherin, und es war ihr egal, ob ich oder selbst die ganze Welt daran zerbrechen würde.

(aus: „Serena“-ein Roman. Erscheinung: Feb. 2015)

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Serena

Und deswegen muss die Frau den Mann in seiner Tiefe erfassen, sie muss aus ihm etwas machen, das sie selber von Natur aus in sich trägt. Sie muss den Eros aus seinen dunklen Kammern nach oben holen, damit er lernt sie zu verstehen. 

… die Welt ist wie eine Frau, voller Chaos, voller schöner Gefühle – der Mann vertraut zu sehr auf seinen Verstand und kann deswegen die Frau und die Welt nicht verstehen.

Serena – aus „Serena – ein Roman“ (Erscheinung: Feb.2015)

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