Hate’s goin‘ round

Die „netten“ Männer auf dem Foto haben gerade das Wohnhaus in die Luft gesprengt. Und jetzt – wie lustig – trägt einer von ihnen das Hochzeitskleid der Frau, die jetzt unter den Trümmern begraben liegt oder auf der Flucht vor dem israelischen Militär ist. Wie nennt man solche Typen wie auf dem Foto? Menschliche Tiere. Nein, Tiere tun so etwas nicht. Monster – ja, vielleicht Monster, so etwas wie Massenmörder. Vielleicht so psychopathisch wie der Serienmörder Jeffrey Dahmer. Nein, schlimmer. Eher wie die SS-Schergen, die jüdische Frauen, Kinder und Männer in die Gaskammern steckten und anschließend in den Hochöfen verbrannten. Ja, das wäre ähnlich. Irgendwann werden Psychologen das Verhalten analysieren, man wird Denkmäler für die Ermordeten errichten, und der Zionismus wird geächtet werden wie der Faschismus. Dann, wenn es zu spät ist, wenn der Völkermord geschehen ist, wenn die Menschen tot sind, wird die nächste Generation vielleicht wieder sagen: „Nie wieder“, und das „Nie wieder“ wird vielleicht, wie jetzt, in einem anderen Gewand, mit einer anderen Maske daherkommen. 

Fragen wir mal anders: Was würde der Ehemann, der ehemalige Geliebte der Frau, die dieses Kleid trug, empfinden? Stellen wir uns vor, sie wäre seine große Liebe gewesen – eine Liebe, die das Leben verändert, die sich tief in die Seele eingräbt. Liebe, das großartigste, unermesslichste Gefühl, das einen Menschen mit einem anderen verbindet. 

Und jetzt? Jetzt ist die Liebe dahin. Sie wurde ihm nicht nur genommen, sondern auf grausame Weise vernichtet, ausgelöscht von den Händen jener Männer, die sich jetzt auf abscheuliche Weise über sie lustig machen, die sich über sie in demütigender Weise lächerlich machen. Es ist, als hätten sie nicht nur ihr Leben, sondern auch ihren Geist in den Staub getreten. Kannst du die Flamme seines Zorns fühlen? Dieses lodernde Feuer des Hasses, das in seiner Brust aufsteigt, wenn er daran denkt, wie die Frau, die er geliebt hat, nicht nur in ihrem Tod, sondern auch in der Erinnerung an sie erniedrigt wird.

Stell dir vor, es würde dir passieren. Du siehst, wie alles, was du geliebt hast, zerstört wird – ihr Körper, ihre Würde, deine Erinnerung, die Essenz dessen, was sie für dich war. Spürst du, wie die Wut in dir wächst, sich windet wie eine Schlange, die sich durch dein Innerstes frisst? Dieses brennende Gefühl, das sich in deiner Brust ausbreitet, heiß und schmerzhaft, bis es dich zu verschlingen droht? Ohnmacht, Hass – es erdrückt dich. Kein Schrei ist laut genug, um deine Trauer zu überwinden. Ja, was tust du? Nimmst du ein Gewehr in die Hand, schließt du dich den Militanten an? Alle Gebete sind vergeblich, deine Hände ballen sich zu Fäusten, deine Kehle ist brüchig von ungehörten Schreien. Du willst kämpfen, du willst zurück, was dir genommen wurde, du willst Gerechtigkeit. Aber du fühlst nur diese lähmende Ohnmacht. 

Und in diesem Moment der Leere, in dieser schneidenden, erbarmungslosen Klarheit, erkennst du die Grausamkeit dessen, was dir angetan wurde. Dein Herz, deine Seele, deine Welt – sie haben alles zerstört. Es ist eine Wunde, die nicht heilen will.

Du kommst nicht dagegen an, es ist die Macht der „Hellen“, es sind die Gewehre, die Bomben der „Guten“, der „Demokraten“, die deine Frau, deine Kinder, deine Freunde, dein Volk getötet haben. Es sind auch die Waffen der Deutschen, der Baerbocks, der Habeks, der Scholz – die Waffen der deutschen Steuerzahler, die  Waffen der USA. Du schreist in den Himmel, aber die Welt hört dich nicht – sie wollen dein Land, sie kennen kein Erbarmen. Sie schlürfen Cocktails am Strand von Tel Aviv, sie sehen das Blut nicht. 


„Love’s in need of love today

Don’t delay

Send yours in right away

Hate’s goin‘ ‚round

Breaking many hearts

Stop it please

Before it’s gone too far

Gone too far“ – Stevie Wonder –

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