Sappho geht zu Bett

Sappho geht zu Bett. Ein Ereignis, welches über Tausende Jahre nicht an Bedeutung verloren hat. Sie geht zu Bett … Charles Gleyre hielt dieses Schauspiel 1867 in diesem Gemälde fest.

Sappho – eine antike griechische Dichterin, sie schrieb über die erotische Liebe. Geboren zwischen 630 und 612 vor Chr. und gestorben um 570 vor Chr. lebte auf der Insel Lesbos, wo sie eine Schar junger Mädchen um sich herum versammelte, die sie in Tanz und musischen Dingen unterrichtete.

Sappho: Es gibt einiges über sie zu berichten, z.B., dass sie sich beiden Geschlechtern zuwandte und sich zum Schluss über die unerwiderte Liebe zu dem Jüngling Phaon vom Felsen stürzte.

Doch nur dies soll uns berauschen, eben dass sie zu Bett geht und dass wir in diesem Bild es nie vergessen werden – nicht vergessen über all die Jahre, so, als sei dies bedeutender noch, als all die anderen Geschehnisse, wichtiger noch als all die Schlachten, die in dieser langen Zeit geschahen.

Sappho geht zu Bett – eine weibliche Macht, die leise und heimlich uns treibt und bezwingt.

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