Schwangeres Universum …

Vielleicht ist die Geburt eines Buches mit der eines Menschen vergleichbar. Während am Roman geschrieben wird, verspürt man Glückshormone, ist er vollendet, folgt eine Art postnatale Depression. Ich dachte, ich könnte »Africa« in einem Wurf fertig stellen – das war ein Irrtum: Es brauchte mehrere Entwürfe und dieser letzte liegt endlich dem Lektorat vor. Jahre sind vergangen, ich mag gar nicht nachrechnen, wie viele. Ein Mensch kommt immerhin nach neun Monaten aus dem Uterus gekrochen – das ist der Unterschied zum Roman. Unterschiedlich auch: die Romanfiguren Cate und Melissa altern nicht, sie bleiben auf Ewigkeit bestehen wie Kafka’s Gregor Samsa oder Fontanes Effi Briest.

Schreiben ist Metamorphose, ist ein Ausbruch aus der Wirklichkeit – auch ich verwandelte mich, versuchte wie eine Frau zu empfinden, versuchte zu schreiben, wie Cate reden würde – selbst die Stimme sollte zu ihr passen.

Ich bereiste im Geiste Orte, die ich nicht kannte und begegnete Menschen, die es nicht gab, lernte Geschichten kennen, die ich selbst erfunden hatte. 

Marcel Proust meint, einzig die Kunst sei in der Lage uns das zu geben, was wir im Leben suchen (und nicht finden). Die Kunst – und folglich auch die Literatur – sei vergleichbar mit dem Schlaf: sie wendet sich jenseits des Gedächtnisses an verborgene Welten. Das Schreiben an »Africa« war eine Reise, nicht nur von Ort zu Ort, sondern eine durch Körper, durch das Bewusstsein, hinein ins Unbekannte. Erlebtes geht über in Fiktion und die Fiktion geht über in die Realität. 

Das Schlimme nach dem Ende des Romans war; die Räume haben wieder Wände, Ecken und Decken. Es weht kein Wind, die Mauersteine sind nicht aufgebrochen und der Blick zur Welt ist wieder versperrt. Die Tastatur, der Schimmel auf dem dem ich durch Täler und Orte düse, lahmt und will nicht vorankommen. Das Pferd braucht Futter und leuchtende innere Sonne. Eine neue Geburt muss erfolgen und ein neuer Schrei ertönen. Geburt! Ich denke zurück an Agadir, als Cate und Melissa mit der Marokkanerin Nadia unterm nächtlichen, sternenbehangenen Himmel am Strand lagen. Die Wellen des Atlantik plätscherten ans Ufer, es sollte die Abschiedsnacht werden, bevor Cate und Melissa weiter ziehen würden. Die drei lagen im Sand, hielten sich fest an ihren Händen und blickten ins Universum hinein: 

„Merkt ihr es auch?“, stieß Nadia aus.

„Ja“, pflichtete ich ihr bei, obwohl ich nicht wusste, was sie meinte.

„Träumende Galaxie“, dehnte Nadia diese beiden Wörter seufzend heraus. 

„Das Universum liegt im Schlaf und träumt uns. Seicht geht der Galaxie-Atem auf und nieder und …“

„Und …“, stimmte Melissa in die Imagination mit ein, „… das Universum trägt uns in seinem atmenden Bauch. Die Galaxie ist mit uns schwanger. Wir sind ihre Fötusse, die Luft und das Meer ist das Fruchtwasser, indem wir uns bewegen – der Muttermund der Galaxie ist die Erde …“

„Und …“ setzte Nadia fort, „alle Menschen, Tiere, Pflanzen und Insekten, alles was seit Generationen lebt und sich bewegt, befindet sich in einem Zyklus permanenter Geburt …“

„Ja!“, fügte ich hinzu, „Es gibt kein Ende und keinen Anfang, sondern ausschließlich ein ständiges sich Bewegen und Werden, meine Schwestern!“

 „We’re only just begann!“, setzte ich hinzu.

„Das ist es“, jauchzte Melissa, „das dürfen wir nie vergessen. Egal was immer passieren mag: Ob wir mal einen schlechten Tag haben, ob wir alt und gebrechlich sind, selbst wenn wir auf dem Totenbett liegen – immer sollten wir uns sagen: ‚Wir fangen gerade erst an‘, es wird kein Ende geben …“

„Es sind so viele Wege“, sagte ich, „die vor uns liegen und mit jedem Weg wird eine neue Abzweigung kommen …“

„… Und auf all den Wegen“, fiel Nadia mit ein, „werden Zeichen stehen, an denen wir lernen und an denen wir wachsen, bis wir groß und größer werden.“

Nach einer kurzen Stille stöhnte Nadia aus:

„Oh mein Gott! Ich beginne wirklich zu leben. Nicht das ich das nicht schon vorher tat. Aber jetzt … wie soll ich sagen. Ich fühle mich neu! Ich fange gerade erst an.“ 

Wieder Stille, niemand sagte etwas, wir schauten in den Himmel, der jetzt in unseren Vorstellungen mit uns schwanger ging und wir die Babys waren, die im Bauch von Mutter Erde lagen.

Die Erde ist der Muttermund des Universums

Bericht zur Weltlage …

Eng umschlungen tanze ich mit dem Kater auf meinem Rücken zu Trentemoeller durch den Raum. „I am thinking about you“. Welt ist immer dort, wo man sich befindet.

Luigi hab ich den Kater genannt. Er hat immer Hunger. Heute früh um 5:30 Uhr, ich wälzte mich noch vom Traum und Hitze geplagt im Bett umher, schaffte er es, mir das Laken wegzuziehen. Luigi der Kater – er hat einfach, ohne großartig zu fragen, beschlossen, hier einzuziehen. Ja, großen Hunger hat er und schickt mich zum Supermarkt, Dosen mit Katzenfutter einzukaufen. Als er kam, war er sehr abgemagert und aß alles, was es zu Essen gab, doch nun gefällt ihm das Futter in der Dose für 0,59 EUR nicht mehr.

Heute: Hubschraubereinsatz. Sie kreisten lärmend durch den strahlend blauen Himmel.  Es ist keine Demo. Irgendwo neben mir in den Bergen ist Feuer ausgebrochen. Zu viel Sonne, zu wenig Regen – trotzdem oder gerade deswegen: blau, blau, blau Himmel, Meer … Blicke ich von der Terrasse in die Ferne ist der Horizont nicht auszumachen – das Blau hat auch ihn verschluckt, Meer und Himmel sind ineinander übergegangen.

Um 22 Uhr überfällt mich meist Müdigkeit – acht Stunden früher als sonst in Hamburg. Dafür stehe ich dort auch sieben Stunden später auf. Im Supermarkt (richtig: Luigis Nahrungsquelle) entdeckte ich Anti-Mücken-Tücher, die mich von den Quälgeistern, wenn ich meinen Körper damit einreibe, beschützen sollen. Erstaunt stellte ich gestern Nacht im Badezimmer fest, dass sich genau auf diesen Tüchern eine Mücke bequem machte und ich nun an die Wirksamkeit der Inhaltsstoffe zu zweifeln beginne.  Ich mache trotzdem, bevor ich zu Bett gehe, mit dem Ritual weiter. 

Vor kurzem fragte ich mich noch, woher all das Wasser kommt, das der Wasserfall in den Bergen  mit sich führt. Als ich Besuch bekam, wurde ich von einem Freund aufgeklärt: in den Bergen schlummern riesige Wasserreservate  von soundsoviel Tonnen. Mit soundsoviel bar wird das Wasser rausgedrückt und … Manchmal ist es besser, keine Antworten auf seine Fragen zu bekommen – die Vorstellung, das Wasser käme aus dem Nichts, gefiel mir besser.

Um 20 Uhr gibt es Essen. Fast immer pünktlich. Manchmal auch schon um 19:56 Uhr. Meist sind es Spaghetti mit Tomatensoße. Die Tomaten sind hier so zahlreich, wie die Sonnenstrahlen. Ich hab es beim Spaghettikochen schon weit gebracht. Ich kann es mittlerweile so gut koordinieren, dass ich Soße und Pasta gleichzeitig zu machen verstehe, ohne in Panik zu geraten. Spaghetti müssen stets eine Minute weniger kochen, als auf der Packung steht. 

Manchmal treffe ich meinen Vermieter Roberto. Manchmal hat er schlechte Laune – z.B. weil er seine Miete, statt am Ende des Monats von mir erst am 8. Tag des folgenden Monats bekommt. Er will mir erklären, warum es ausgerechnet am Ende sein soll und ich ihm, dass die Überweisungen erst zum 8. kommen – aber wir sprechen zum Glück nicht die gleiche Sprache. Manchmal ist es schön nicht über unnötige Dinge diskutieren zu können. Am 8. freut er sich trotzdem aus seine „Affitto“. 

Roberto züchtet unter mir auf verschiedenen Terrassen professionell Zitronen, Tomaten und anderes Gemüse. Manchmal kommt er stolz mit seinem gezüchteten Gemüse zu mir, gibt es mir, in der Vorstellung ich könnte es zum Kochen verwenden. Anfänglich fühlte ich mich überfordert, weil ich die einzelnen Sorten gar nicht kannte. So betrachtete ich längere Zeit ein penisähnliches, grünes Gebilde und wusste weder, was es war, noch was ich daraus kochen sollte,. Ich schaute im Internet nach und war  nach gründlicher Recherche sicher, dass das, was die ich fragend in den Händen hielt, sich um Zucchini handeln müsste. Die kannte ich natürlich, die gab es zu Hause in Restaurants. Spaghetti mit Zucchini – braten sollte ich das Gemüse, wie mich der Internetkoch beriet, braten zusammen mit Zwiebeln. Immer wenn ich was brate macht es Luigi total nervös, oder besser macht es ihn hungrig und er läuft zwischen meinen Beinen umher. Fehler Nummer 1: ich schälte die Zucchini, während die Zwiebeln in der Pfanne schmorten. Ich hatte nur ein stumpfes Messer  zur Verfügung, sodass die Schale dick und der Rest ziemlich dünn ausfiel. Eigenartig wässrig empfand ich das, was vor mir lag und war fest entschlossen, nie wieder mit mir unbekanntem Gemüse herum zu experimentieren. Dennoch schmiß ich alles in die Pfanne, packte eine Dose Kirschtomaten rauf, würzte das Ganze. Ein Festmahl war das nicht. Später, als ich Besuch bekam und der Bekannte aus den grünen Teilen, die ich für Zucchini hielt, Gurkensalat machte, erkannte ich wie falsch ich lag.

Ach wie schön, die Sonne scheint, ich brauche mich nicht zu beeilen, sie abzubekommen, sie ist immer da – und Angela McCluskey singt nur für mich „Don’t Believe What They say“. Singt nur für mich, hier auf dem Berg und wenn ich will, werde ich den Repeat-Knopf drücken und sie wird so lange mit ihrer Engelsstimme für mich singen wie ich es will. 

Ich sollte schwimmen gehen, ich mag es, wenn das Salz des Meeres sich in meinen Haaren verfängt. Heute koche ich nichts, wärme das Essen von gestern auf.

Am liebsten mag ich es, mit dem Auto umher zu fahren. Dann kurble ich die Fensterscheiben runter und höre mir den Schwachsinn im Radio an, singe sogar manchmal laut mit. Bewegung ist alles. Ich erinnere mich wie ich als Kind versuchte die Wörter von den Reklameschildern zu entziffern und sie laut und stolz zu sprechen. Hier bin ich sprachlich zu diesem Kleinkind  zurückgeworfen. 

Momentan schreibe ich am „Africa“ Roman eruptionsweise weiter. Sätze werden ausgespuckt, in die Tastatur gebracht, danach folgt eine erschöpfende  Pause. Cate und Melissa haben das Atlasgebirge verlassen und sich nach Taroudant bewegt. Dort treffen sie Mohammed und Nadia. Ich zeichne ihnen den Weg vor, male mit meinen Worten die Landschaften in denen sie sich bewegen. Es werden Menschen nur aus dem einfachen Grund geboren, weil ich sie erfunden habe. Immer müssen Cate und Melissa mit dem Auto weiter fahren,  Bewegungen und nochmals Bewegungen erzeugen. Mitunter fragen sie mich, warum sie nicht mal Halt machen können. Dann lass ich ihnen durch eine Person mitteilen: solange ihr euch fortbewegt, wird es keinen Alltag geben und solange kein Alltag aufkommt, werdet ihr enger zusammenwachsen. Gewohnheit, lasse ich streng  sagen, ist der Tod der Liebe. Ob es stimmt weiß ich nicht. Ich behaupte es schließlich nicht, sondern lasse es andere behaupten. Dem Autor geht es nur darum, dass sie fortkommen, wegkommen, sich durch das Fremde, durch das Unbekannte bewegen …

… ich muss auch hier wieder weg!

IMG_0002.JPG

 

AFRICA …

Africa“ heißt der Roman an dem ich schreibe. Eine Liebesgeschichte zweier Frauen. Ich lasse sie Cate erzählen.

Melissa ist neunzehn Jahre alt, ihre Urahnen kommen aus Afrika, sie aber war selbst noch nie dort. Sie lernt die zehn Jahre ältere Cate in einem Club kennen, just an dem Tag, als diese mit ihrem Mann Schluss gemacht hat. Für Cate, wird sich durch die Begegnung mit Melissa ihr Leben gewaltig verändern, denn die dunkelhäutige, junge Schönheit ist sehr offensiv; was sie sich in den Kopf setzt, will sie auch kriegen – und sie will Cate, will sie dominieren, nicht um sie zu besitzen, sondern um mit ihr Grenzen zu überwinden. Der Eingang zum Herzen, zur Seele, zum Verstand, überhaupt zu allem Sein, so Melissas feste Überzeugung, liege in der Erotik. Wir sind nicht aus dem Paradies vertrieben worden, weil wir von dem Baum der Erkenntnis genascht haben – so Melissa – sondern wir werden gehindert, dorthin zu kommen, weil wir in den Apfel, den uns die Weiblichkeit in der Person von Eva hingehalten, nie gebissen haben. Der Weg zum Paradies, das in jedem von uns steckt, sei, der Verführung nachzugeben.

Cate lässt sich verführen und erlebt mit ihr eine Liebe, von der sie nie glaubte, dass so etwas existieren je könnte. Cate packt ihre Sachen zusammen und zieht zu Melissa. Zusammen erleben sie eine Zeit im Rausch ihrer Gefühle zueinander und Melissas Wohnung wird zu einem paradiesähnlichen Ort. Das allerdings geht nur solange gut, wie Melissas Vater ihre Tochter finanziell unterstützt. Eines Tages tritt die bittere Botschaft ein: die Firma des Vaters musste Konkurs anmelden, Melissas Vater ist pleite und kann weder die Tochter noch ihre teure Wohnung weiter finanzieren – die Unterkunft der beiden muss geräumt werden. Was also tun? Melissa verfügt über keinerlei Einkünfte, Cate lebt nur von dem wenigen Geld ihres Stipendiums. Einige Zeit versuchen beide die Situation zu ignorieren, vernichten Rechnungen, Mahnungen und bezahlen keine Miete mehr. Das Unheil rückt näher, das Liebesnest der beiden ist bedroht; eine Entscheidung muss gefällt werden. Melissa lehnt es kategorisch ab, arbeiten zu gehen; sie will die kostbare Zeit, die sie mit ihrer Geliebten verbringt, nicht mit inhaltslosen Jobs eintauschen. Auch will sie nicht, so wie Cate es vorschlägt, in Cate’s kleine Wohnung umziehen. Melissa meint, es müsse immer nach vorne gehen und niemals zurück. Da kommt ihr die Idee:

Was glaubst du wie alt mein Onkel ist?“, fragte Melissa mich.

Ich weiß nicht, wenn es dein Onkel ist, kann er noch nicht so alt sein …“

Ach du. Er ist doch nicht mein Onkel im eigentlichen Sinne. Er ist der Onkel vom Onkel vom Onkel …“

Also dann ist er schon älter“.

Ja natürlich ist er älter, wenn er der Onkel von mehreren Onkeln ist. Also was glaubst du, wie alt ist er?“

Dazu müsste ich wissen, wie alt die anderen Onkel sind“.

Meine Güte Cate, du bist wie eine Mathe-Leherin. Woher soll ich wissen, wie alt die alle sind, weder kenne ich sie, noch interessieren sie mich.“

Woher soll ich ohne Anhaltspunkte wissen, wie alt dein Onkel ist?“

Du verdirbst mir noch die ganze Geschichte mit deiner Genauigkeit. Musst du alles so penibel unter die Lupe nehmen? Ich hab ihn nur ‚Onkel‘ genannt, weil ich seinen Namen nicht kenne. Cate, schätze jetzt einfach wie alt er ist?“

Ok. Fünfundsechzig“, erdachte ich mir eine Zahl.

Fünfundsechzig?! Wie kommst du darauf?“

Ich hab’s mir ausgedacht.“

Warum sollte ich dir eine Geschichte eines Fünfundsechzigjährigen erzählen, das wäre total banal.“

Verdammt Melissa, sag mir einfach wie alt er war.“

Wieso ‚war‘? Er lebt noch.“

Melissa! Wie alt ist er?“

Hundertsiebenundzwanzig!“, strahlte sie mich triumphierend an.

Ja, wow! Und was war denn nun mit diesem alten Mann, der in einer Strohhütte wohnt und nicht dein Onkel ist?“

Hab ich vergessen!“

Was?“

Melissa will nach Afrika, den „Onkel“ finden, der vor seiner Hütte irgendwo am Wasser sitzt. Was für ein Gewässer soll es sein, welcher Ort und auch welcher Mann? Melissa weiß es selbst nicht, aber sie ist sich sicher, sie wird ihn antreffen.

Natürlich erscheint es Cate absurd, einen 127-jährigen Mann, von dem niemand weiß, ob er lebt, zu suchen, um von ihm die Erkenntnis über das Leben zu erfahren. Doch schließlich lässt sie sich überreden, besser: lässt sich von ihrer Geliebten verführen und willigt ein, mit auf die Reise zu kommen.

Eine Party wird veranstaltet, auf der, bis auf wenige Dinge, all ihr Hab und Gut verkauft werden. Der Verkauf ist ein voller Erfolg und aus dem Erlös kaufen sich Melissa und Cate einen alten Ford Bus, bauen ihn zu einem Wohnmobil aus. Die Reise kann beginnen.

Das ist die Vorgeschichte.

Mittlerweile ist die Geschichte auf Seite 311 angelangt. Viel ist passiert und jetzt, wo diese Worte hier niederschreiben werden, sind Melissa und Cate auf dem Weg von Frankreich hin zur spanischen Grenze. Manchmal müssen sie länger an Orten verweilen, weil der Autor nicht gut drauf ist, Geldverdienen muss, oder für wenig Geld bestochen wird als Ghostwriter eine beknackte Vampir-Geschichte zu schreiben. Aber er will die beiden Mädels nicht alleine lassen, sie haben nicht einmal die Hälfte ihrer Strecke zurückgelegt. Es ist dem Schreiber egal, ob das Buch jemals veröffentlicht wird, jetzt geht es nur darum Cate und Melissa von Erlebnis zu Erlebnis, von Ort zu Ort voranzutreiben. Er ist die Energie, mit der sich die Welt in dieser Geschichte dreht.

Selbst, wenn es draußen kalt und der Himmel verdunkelt ist, der Autor muss den Motor ihres Autos immer neu anschmeißen, er muss der Realität absagen, alleine in seinem Zimmer sitzen und schreiben und schreiben und schreiben …

Welch schöner Wahnsinn!

tumblr_ofon9bL1q31qaiyl9o1_540.jpg